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Cyrus.architekten

Heiligkreuz-Viertel

Mainz

Nutzungswechsel im Quartier: vom Technologie- zum Wohnstandort

Mit dem Heiligkreuz-Viertel entsteht auf dem ehemaligen IBM-Gelände ein neues Stadtquartier, das urbane Dichte mit qualitätsvollen Wohn- und Freiräumen verbindet. Rund 2.000 Wohnungen, soziale Infrastruktur und quartiersbezogene Gewerbenutzungen fügen sich zu einem vielfältigen Gefüge, das den Übergang zwischen Stadt und Nachbarschaft neu definiert.

cyrus.architekten

Projektdaten

ProjekttypWettbewerb, Quartiersentwicklung, Wohnen
OrtMainz
WettbewerbKonkurrenzverfahren
AusloberSahle Wohnen GmbH & Co. KG
StatusAbgeschlossen
VisualisierungenCYRUS.ARCHITEKTEN
Cyrus.architekten
Lageplan

Als Teil dieses Quartiers entwickelt unser Entwurf für ein Gebäudeensemble aus zwei L-förmigen Baukörpern eine eigenständige architektonische Identität. Die aus dem städtebaulichen Kontext abgeleitete Höhenstaffelung modelliert die Baukörper und verleiht ihnen eine markante räumliche Präsenz. Präzise gegliederte Fassaden mit klarer Linienführung greifen diese Plastizität auf und übersetzen sie in einen ruhigen, zeitlosen Ausdruck.

Großformatige, bodentiefe Fenster schaffen helle Wohnräume und stärken die Beziehung zwischen Innen- und Außenraum. Filigran ausgebildete Brüstungen an Loggien und französischen Fenstern lassen die Fassaden leicht erscheinen, während partiell geschlossene Balkonbrüstungen gezielt Rückzugsräume schaffen und den privaten Charakter der Wohnungen unterstreichen.

Cyrus.architekten

Das Erdgeschoss vermittelt zwischen Stadtraum und Wohnen. Eingänge und differenzierte Grundrisse verleihen ihm eine eigenständige Adresse, die sich auch in der Materialität ablesen lässt. Ein Sockel aus dunkel verfugten Klinkerriemchen in warmen, erdigen Rottönen bildet die robuste Basis des Ensembles. Darüber entwickelt sich die Fassade mit einem helleren, rötlich changierenden Klinker und heller Fuge. Die feine Abstufung der Materialien verleiht den Baukörpern Tiefe und lässt ihre horizontale Schichtung subtil hervortreten.

Die langgestreckte Nordfassade wird durch eine Dreiteilung des Klinkerbildes gegliedert. Die Rhythmisierung reduziert die Maßstäblichkeit des Baukörpers und stärkt seine Einbindung in den städtebaulichen Kontext.

Das Materialkonzept wird auf Straßen- und Hoffassade konsequent fortgeführt. Klinker prägt dabei nicht nur den architektonischen Charakter des Ensembles, sondern steht zugleich für Dauerhaftigkeit, Robustheit und einen geringen Unterhaltungsaufwand – Eigenschaften, die über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes Bestand haben.

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