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07.09.2022

Lebenshaus Dernau im Ahrtal

Die Hochwasserkatastrophe vom Juli 2021 hat eine unvorstellbare Zerstörung im Ahrtal hinterlassen und eine ganze Region getroffen. Das Haus unseres Auftraggebers wurde bis zu einer Höhe von 5.50 m geflutet. Unsere Aufgabe ist es einen Neubau als Lebenshaus zu konzipieren und zu entwickeln, der diesem besonderen Ort gerecht wird.

Da geht es neben allen Themen des Hochwasserschutzes im Bauen um Einbindung in den Ort und ein Haus, das die Qualität der Lage am Fluss und den Weinbergen gerecht wird.

Das bauliche Konzept sieht keine Unterkellerung vor, der bestehende Keller soll erhalten und als Flutungsbecken dienen.

Das Hochparterre wird keiner Wohnnutzung, sondern der Versammlung- und Begegnung dienen. Darüber liegen verschiedene Wohnungen, für Jung und Alt, für Paare, Familien und Wohngemeinschaften oder Singles- Altengerecht und barrierefrei. Für den Ernstfall mit einer Notstromversorgung und Trinkwasseraufbereitung ausgestattet

Ein Lebenshaus für alle.

Das Haus besteht aus 5 gefalteten Dächer zur Vorderseite und zwei Giebeln am rückwärtigen T-Stück. Die Faltung der Fassaden gliedert das Gebäude ermöglicht aber Ausblicke in alle Richtungen auf das Ahrtal, die Ahr und die Weinberge.

In der Weiterbearbeitung des Projekts werden wir uns mit dem Thema beschäftigen, wie man mit der Bedrohung durch Hochwasser zukünftig umgeht. Natürlich ist hier die Hoffnung, dass beim Wiederaufbau des Ahrtals die Potentiale der Ableitung des Wassers, der Versickerungsflächen und Rückhaltebecken besser genutzt werden. Aber der stetige Klimawandel zwingt uns, auch von zukünftigen Gefährdungen auszugehen.

Wir als Nichtbetroffene müssen allen Ahrtalern hier allergrößten Respekt für den Mut und die Kraft aussprechen und werden den Neustart unterstützen.

Nicht und niemals aufzugeben und wieder aufbauen.

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